BU trotz Kreuzbandriss: was Sportler wissen müssen
Ein Kreuzbandriss ist im Sport Alltag.
Die meisten Trainer denken bei Recht an den großen Prozess. In der Praxis geht es fast immer um dasselbe: ein Studio zahlt nicht, ein Vertrag wird gekündigt, oder ein Teilnehmer macht nach einer Verletzung Ansprüche geltend.
Wer selbstständig trainiert, hat es mit Verträgen zu tun: mit Studios, mit Vereinen, mit Kunden, mit Vermietern von Räumen, mit Plattformen für Onlinekurse. Streit entsteht fast immer an denselben Stellen.
Eine private Rechtsschutzversicherung deckt typischerweise Verkehr, Wohnen, Arbeit als Angestellter und privaten Vertragsrechtsschutz ab. Alles, was aus deiner selbstständigen Tätigkeit stammt, ist darin ausdrücklich ausgeschlossen. Genau das sind aber die Fälle von oben.
Was du brauchst, ist ein gewerblicher oder beruflicher Rechtsschutz für Selbstständige mit dem Baustein Vertrags- und Sachenrecht. Er übernimmt die Durchsetzung eigener Forderungen und die Abwehr unberechtigter Ansprüche aus Verträgen. Ergänzend sinnvoll sind Sozial- und Arbeitsrechtsschutz, insbesondere wegen des Themas Scheinselbstständigkeit.
Der Rechtsschutz holt dein Honorar. Die Haftpflicht wehrt ab, was andere von dir wollen.
Mikel Wilder, VersicherungsmaklerHier gibt es eine klassische Verwechslung. Wenn sich ein Teilnehmer bei dir verletzt und Schmerzensgeld fordert, ist das kein Fall für den Rechtsschutz, sondern für die Berufs- oder Betriebshaftpflicht. Diese prüft den Anspruch, zahlt ihn, wenn er berechtigt ist, und wehrt ihn auf eigene Kosten ab, wenn er es nicht ist. Dieser passive Rechtsschutz ist in jeder Haftpflicht enthalten und einer ihrer wichtigsten Bestandteile.
Der Rechtsschutz dagegen ist für Streitigkeiten zuständig, in denen es nicht um Schadensersatz aus deiner Tätigkeit geht, sondern um Verträge, Geld, Arbeitsverhältnisse oder Behördenentscheidungen.
Die Kosten eines Rechtsstreits richten sich nach dem Streitwert und dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Bei einem Streitwert von 5.000 Euro summieren sich eigene Anwaltskosten, gegnerische Anwaltskosten und Gerichtskosten über zwei Instanzen leicht auf einen vierstelligen Betrag. Verlierst du, zahlst du beides. Genau deshalb verzichten viele Selbstständige auf berechtigte Forderungen, weil sich das Prozessrisiko nicht lohnt. Der Rechtsschutz dreht diese Rechnung um.
Für alles aus der selbstständigen Tätigkeit nicht. Private Policen schließen den beruflichen Bereich von Selbstständigen regelmäßig aus. Du brauchst einen eigenen gewerblichen Rechtsschutz.
Nein, das ist Sache der Berufs- oder Betriebshaftpflicht. Sie wehrt unberechtigte Forderungen auf eigene Kosten ab und zahlt berechtigte. Beide Verträge ergänzen sich, keiner ersetzt den anderen.
Der ist nicht versicherbar. Der Versicherungsfall muss nach Ablauf der Wartezeit entstehen. Deshalb gehört der Rechtsschutz an den Anfang der Selbstständigkeit, nicht in den ersten Konflikt.
Gerade dann. Wenn ein einziges Studio für einen großen Teil deines Umsatzes steht, trifft dich ein Zahlungsausfall dort besonders hart. Die Verhandlungsposition verbessert sich spürbar, wenn das Prozessrisiko für dich kalkulierbar ist.
Ein Kreuzbandriss ist im Sport Alltag.
Am Fels gilt der gleiche Irrtum wie auf dem Gletscher: Die meisten gehen davon aus, dass im Ernstfall schon jemand zahlt.
Beide Policen heißen ähnlich, decken aber verschiedene Situationen ab.
Ein kurzes Gespräch bringt oft mehr als drei Stunden Recherche. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich, vor Ort rund um Velpke und Wolfsburg oder per Video.